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Telemarketing am Ende?
Marketing von CEBUS
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Ein paar hilfreiche Wahrheiten über das Telemarketing oder warum sich gute
Vorbereitung mal wieder doppelt und dreifach auszahlt: Teil 1 (6)
In welcher Welt leben wir eigentlich?
Konrad Kohleberger ist der Entscheider.
Er entscheidet über das Millionen-Euro-Budget und lenkt die Geschicke von
Hunderten von Mitarbeitern. Konrad Kohleberger pustet eine Staubfluse von seinem
hochglanzpolierten, aufgeräumten Schreibtisch und wartet auf den Anruf. Auf den
Anruf vom Telemarketing. Er ahnt, dass der Wechsel zu einer günstigeren
Berufshaftpflichtversicherung sein Leben verändern wird und seine Nasenflügel
zittern vor Vorfreude. Das Telefon klingelt...
„Plopp“
Leider zerplatzt dieser Tagtraum eines unterbezahlten Callcenter-Mitarbeiters
wie eine Seifenblase.
Konrad Kohleberger wartet genauso wenig auf Ihren Anruf, wie die
durchschnittliche Hausfrau daran glaubt, dass sie GARANTIERT gewonnen hat.
Im Gegenteil:
Noch nie waren so viele Informationen so vielen Menschen so einfach zugänglich.
Schlimmer noch:
Der Durchschnittbürger – und ganz besonders der begehrte Konsument oder
Entscheider – wird von einer Informationsflut überschwemmt, welche jeden klaren
Gedanken mit sich reißt.
Die logischer Konsequenz heißt Abschottung.
Nicht personalisierte Werbebriefe wandern ungelesen in den Papierkorb, immer
ausgeklügeltere Spam-Filter beschützen den E-Mail-Account und der bewährte
Vorzimmerdrache wählt bereits seit 20 Jahren jene Telefonate sorgfältig aus,
welche zu Konrad Kohleberger durchgestellt werden.
Da die unerwünschten Werbeanrufe auch die Privathaushalte in einem Maß erreicht
haben, welches als Belästigung definiert wird, sind sie laut dem Gesetz gegen
unlauteren Wettbewerb verboten, sofern sie den Verkauf von Waren oder
Dienstleistungen zur Absicht haben. Dieses Gesetz erschien noch nicht
ausreichend und so wurde mit einem Urteil des OLG Frankfurt 2004 der zu
schützende Kreis vergrößert: Auch die Kaltaquise unter Gewerbetreibenden gilt
als verboten.
Trotz all dieser Verbote schätzt der Bundesverband der Verbraucherzentralen die
Zahl der unaufgeforderte Werbeanrufe allein im Jahr 2007 auf über 300 Millionen
und die Politik reagiert.
Während es bereits heute die Möglichkeit gibt, dass Werbende jenen Gewinn, der
aus unerwünschten Anrufen resultiert, vollständig an den Bundeshaushalt abführen
müssen, so stellten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) jüngst weitergehende
Maßnahmen vor. So sollen per Telefon geschlossene Verträge grundsätzlich
schwebend unwirksam sein und Unternehmen, welche ihre Rufnummer unterdrücken,
sollen Bußgelder zahlen.
Wo es Gesetze gibt, so gibt es auch findige Geschäftsleute, welche diese Gesetze
umgehen: Ihre Anrufe tarnen sich vordergründig als Preisausschreiben oder
Meinungsumfragen. Aber abgesehen davon, dass diese mangelnde Seriosität schnell
durchschaut wird und diese Zwielichtigkeit auf das Image der Produkte und
Dienstleistungen übertragen wird, bleibt die Frage nach dem potentiellen Erfolg:
Wie wahrscheinlich ist ein erfolgreicher Verkauf, wenn der Angerufene abgenervt
den Hörer auflegt, weil er das Spiel durchschaut - weil der Anruf letztendlich
doch unerwünscht war?
Ist das Telemarketing also tot? Gibt es keinen Ansatz für erfolgreiches
Telemarketing mehr?
In den folgenden Ausgaben werden wir aufzeigen, wie Telemarketing legal,
erwünscht und erfolgreich wird.
Hierzu werden wir auf die optimale Konzeption und Vorbereitung des
Telemarketings eingehen, die typischen Problemstellen der Durchführung
beleuchten und die Analyse von Erfolgen und Misserfolgen anregen.
Das Telemarketing ist tot. Es lebe das Telemarketing.
Fortsetzung
Dipl.-Kff. Marion Frettlöh
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