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Ein paar hilfreiche Wahrheiten über das Telemarketing oder warum sich gute
Vorbereitung mal wieder doppelt und dreifach auszahlt
Teil 3/6
Der
Weg zum „erwünschten“ Anruf
Sie kennen Ihren Zielkunden.
Sie wissen, warum er Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung braucht.
Sie kennen ihren Wettbewerbsvorteil und den einzigartigen Nutzen, den Ihr
Zielkunde haben könnte. Wenn Sie direkt mit ihm in Kontakt treten dürften. Und
wenn Sie mit ihm reden würden, dann könnten Sie ihn überzeugen.
Wenn...
Woher soll denn nun der Zielkunde wissen, dass er der Zielkunde ist und dass Sie
ihn nicht einfach nur belästigen wollen? Warum wird sich der Zielkunde gegen
undifferenziertes Telemarketing abschotten, Ihren Anruf aber annehmen?
Ganz einfach: Er wird Ihren Anruf annehmen, weil er ihn erwartet hat.
Telemarketing ist ein wundervolles Instrument im Marketing-Orchester.
Aber es ist kein Solist.
Telemarketing entfaltet seine prägnante Dialogwirkung erst im Zusammenspiel mit
anderen Marketingmaßnahmen:
Das latente Bedürfnis nach ihrem Produkt bzw. nach dem resultierenden Nutzen
wird in der Regel durch allgemeine gesellschaftliche Strömungen, Massenmedien,
Trends und idealerweise auch durch breite Kampagnen ihres Wettbewerbs geweckt
bzw. wach gehalten. Hier gilt es weniger, in große Kampagnen zu investieren, als
sorgsam ein Gespür für die allgemeine Diskussion zu entwickeln und dann
Eckpunkte dieser Diskussion für das eigene Dialogmarketing zu nutzen.
Im Dialogmarketing ist aufgrund der genannten juristischen Restriktion und der
Abschottung des Einzelnen gegen den Information Overflow ein substantieller
Wandel eingetreten:
Der Zielkunde will nicht mehr gefunden werden, er will aktiv sein; der Jäger
sein; derjenige sein, der im Dschungel der Informationen das perfekte Angebot
herausfiltert. Sie müssen nur dafür sorgen, dass Sie dort gefunden werden.
„Dort“ ist
- im redaktionellen Beitrag seiner Fachzeitschrift;
- in der fachlichen Talkrunde im Radio oder Fernsehen;
- auf Fachmessen, Roadshows, Themen-Events
- in der Uni als Gastdozent, auf der Podiumsdiskussion oder am Informationsstand
in der Innenstadt
- in fachspezifischen Katalogen (Online und Print);
- im Internet mit einem zielgerichteten Homepage-Auftritt, aber auch mit
zunehmender Bedeutung als Diskussionsthema in Blogs und Foren;
„Dort“ ist überall, wo möglichst fachliche, möglichst seriöse und möglichst
unparteiische Information bereits gestellt wird.
Unabhängig davon, wo Ihr Zielkunde auf Sie aufmerksam wird, Sie müssen nur Eines
sicherstellen: Ihr Zielkunde muss die Möglichkeit haben, seine Telefonnummer zu
hinterlassen und wenn alles ganz perfekt läuft, hinterlässt er Ihnen auch jene
Uhrzeiten, zu denen er für einen Rückruf erreichbar ist.
Der Rückruf kommt bestimmt, denn jetzt sind Sie fast am Ziel...
Die hohe Kunst des Dialogmarketing erfordert strategische Planung, harte Arbeit,
ein bisschen Glück und Gespür für die Zeitgeist-Diskussion. Eine effiziente
Alternative für diesen steinigen Weg ist der Einkauf von geprüften Adressen. Bei
diesen Adressen hat der Teilnehmer in der Regel bereits seine Zustimmung zu
einem Anruf erteilt, so dass Sie juristisch auf der sicheren Seite sind. Da der
Teilnehmer und potentielle Zielkunde aber nur einen Anruf und nicht unbedingt
Ihren Anruf erwartet, müssen Sie die inhaltliche Gestaltung des Telefonates
anpassen. Dies werden wir ausführlicher in einer der kommenden Ausgaben
erörtern.
Unabhängig ob Sie Ihre definierten Zielkunden selbst eruieren oder ob Sie die
Dienste einer Agentur in Anspruch nehmen, so gilt die goldene Regel der
Telemarketing-Effizienz:
Lieber einen kleinen Kreis effizient ansprechen als in einer groß angelegten
Aktion Image und Geldbeutel ruinieren.
Die personelle und inhaltliche Ausgestaltung dieser direkten Ansprache hält noch
eine Vielzahl an Stolperfallen und Chancen bereit, womit wir uns dann in der
nächsten Folge beschäftigen.
Dipl.-Kff. Marion Frettlöh
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