|
Mehrstufiges Direktmarketing
Marketing von CEBUS
Aktuelles und relevantes Marketingwissen von bekannten Fachautoren
steht Ihnen hier zur Verfügung. Für erfolgreiche Marketingaktionen, für
Diplomarbeiten oder nur zur Information. Das Copyright für diese Seiten liegt nur bei CEBUS®.
Trotzdem dürfen Sie aber gerne auf diese Seiten verlinken oder weiterempfehlen.
Übersicht
Eine Übersicht über alle Themen finden Sie hier
Aktuell
Werbung muss sein: Grundlagen Newsletter Marketing
Das Firmen-Blog: Direkte Kommunikation mit dem Kunden
Web 2.0: Was ist das eigentlich?
Abmahnung: Marketing in Deutschland ist gefährlich, Teil 2
Firmenkunden professionell kontaktieren
Privatkunden gezielt ansprechen
Weitere Rubriken
Direktmarketing,
E-Mail-Marketing,
Telefon-Marketing,
Post-Werbung,
Public Relations,
Gesetzliche Grundlagen,
Text und Gestaltung,
Zielgruppen,
Daten und Controlling
Internationale Artikel
ENGLISH: Up to date Marketing Know How and News
ITALIAN: Marketing Know How aggiornato
Marketing Experts
Marketing Experts contributing for CEBUS: Michael Bauer, Maria Angela Dispinzeri,
Marion Frettlöh, Claudia Göhnermeier, Markus Grutzeck, Constanze Hacke, Richard Lamers, Michelle Nicholson,
Marco Richter, Abigail Shone, John Sinit, Christina Wendt, Dominic B. Wright
Die
graue Marketingtheorie unterscheidet das Direktmarketing in ein- und mehrstufige
Modelle:
Wie viele Stufen braucht das Direktmarketing?
Bei einstufigen Modellen wird ein möglicher Kunde genau einmal
kontaktiert wird, während bei mehrstufigen Modellen der Interessent innerhalb
eines kurzfristigen Zeitfensters mehrfach angesprochen wird. Hierbei ist es
unerheblich, ob diese Kontakte per Telefon, Brief, E-Mail oder SMS erfolgen.
Einstufiges Direktmarketing kann also so aussehen:
Mehrstufiges Direktmarketing enthält dagegen mehrere, kurz aufeinanderfolgende
Aktivitäten des Werbetreibenden:
-
Anruf zur Bedarfsermittlung
-
Versand eines personalisierten Werbebriefs
-
Erneuter Anruf zur Erläuterung des Werbebriefs
-
Übersendung von Vertragsunterlagen
-
Warten auf Bestellung
Einige wesentlich Aspekte müssen betrachtet werden, um zu entscheiden, ob genau
in Ihrem Fall ein ein- oder ein mehrstufiges Modell effizienter ist:
1. Mehrstufige Modelle sind teurer.
Diese Regel ist beschreibt auf den ersten Blick eine Selbststverständlichkeit,
denn natürlich bezahlen Sie zweimal Porto oder Telefongebühren, wenn Sie einen
möglichen Kunden zweimal kontaktieren. Da Sie bei jeder Stufe aber auch Absagen
erhalten werden, verringert sich die Zahl Ihrer Adressaten. Dieser – geplant
trichterförmige - Prozess der Selektion oder des Aussiebens, bei dem die Zahl
der Adressaten vom möglichen Interessenten bis hin zum Interessenten mit
ernsthaftem Kaufinteresse wird im Vertriebsjargon auch „Qualifizierung“ genannt:
Je mehr Stufen ein Interessent im Marketingprozess durchlebt, desto mehr ist er
als Käufer qualifiziert und desto mehr Arbeit wird in ihn investiert.
Diese Qualifizierungsstufen des Direktmarketing sind umso geplanter,
ausgefeilter berechnet, je
So wird beispielsweise im Vertrieb von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware
mit einem Zyklus von 6-15 Monaten vom Erstkontakt bis hin zum Vertragsabschluß
gerechnet und entsprechend hoch sind die „cost of sales“ – entsprechend hoch ist
das Marketingbudget.
Wenn aber auf eine Rabattaktion bei dem lokalen Nagelstudio hingewiesen werden
soll, wird ein einstufige Aktion mit Hilfe von nichtpersonalisierten Handzetteln
ausreichend sein.
Die doppelten oder gar vielfachen Kosten können unter Umständen ein vielfach
verbessertes Ergebnis bringen, denn die Mehrstufigkeit im Direktmarketing
verspricht eine exponentielle Wirkung:
2. Mehrstufige Modelle haben eine exponentielle Verstärkungsfunktion
Diese „exponentiellen Verstärkung“ lässt sich leicht veranschaulichen, wenn Sie
an Ihren letzten Fernsehabend zurück denken. In jedem Werbeblock findet sich
mindestens ein Spot, welcher nach nur wenigen Sekunden verkürzt wiederholt wird.
Psychologen haben herausgefunden, dass diese kurzfristige Wiederholung im
Unterbewusstsein des Betrachters eine besondere Vertrautheit auslöst: Sie haben
das Gefühl, als hätten Sie die ganze Zeit – auch als in Wirklichkeit andere
Werbeeinblendungen gezeigt wurden - sich gedanklich nur mit dem Thema des
wiederholten Werbespots auseinander gesetzt. Mathematisch ausgedrückt bedeutet
dies, dass Sie 30 + 15 Sekunden Werbezeit bezahlt haben, im Unterbewusstsein des
Interessenten sind aber 120 Sekunden Werbezeit angekommen.
Ähnlich funktioniert das Unterbewusstsein auch Ihrer möglichen Kunden, welche
mit jeder wiederholten, persönlichen Ansprache eine stärkere Beziehung zu Ihnen,
Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten aufbauen.
Eine weitere Verstärkung oder eine weitere Stufe in Ihrem Direktmarketing kann
die öffentliche Diskussion sein: Wenn in der Presse gerade ein Thema
Schlagzeilen macht, welches in einem Zusammenhang mit Ihren Verkaufsargumenten
steht, so sollten Sie die bereits erfolgte Sensibilisierung der Aufmerksamkeit
unbedingt für sich nutzen. Besonders geschickt verhalten sich hier die
Finanzdienstleister, Banken und Versicherungen, welche jede Gesetzesänderung im
Deutschen Bundestag als Argument für einen Vertragsabschluß noch in diesem Jahr
ins Spiel bringen. Aber auch Bierbrauer nutzen Debatten um das Reinheitsgebot
und Vitamintabletten verkaufen sich wunderbar im Angesicht einer drohenden
Grippewelle.
Kombinieren Sie die täglichen Zeitungslektüre mit ausgewählten Marketingstufen
und Sie bauen durch exponentielle Verstärkung eine Leiter zum Erfolg.
Dipl.-Kff. Marion Frettlöh
|