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28. Oktober 2008
Thema E-Mail Marketing, 1. Teil
E-Mail-Marketing: Vorteile und Fallstricke
E-Mail-Newsletter sind aus einem modernen Marketing-Mix nicht
mehr wegzudenken. Unter einem E-Mail-Newsletter versteht man eine Informations-
oder Werbemail, die mehr oder weniger regelmäßig an eine bestimmte
Adressengruppe versendet wird. Damit ähneln sie dem klassischen Werbebrief,
gegenüber diesem haben sie aber einige Vorteile: Im Vergleich zu einem
Print-Mailing liegen die Kosten deutlich geringer. Sie betragen ungefähr zehn
bis 20 Prozent von dem, was für ein klassisches Mailing veranschlagt werden
muss. Die Vorbereitung und Umsetzung kann sehr schnell erfolgen, so dass eine
hohe Aktualität möglich ist. Auch die Ansprache ist einfach. Eine gezielte und
personalisierte Form ist möglich und einfach umzusetzen. Weiterer klarer
Vorteil: Die Antwort ist direkt und kann umgehend und präzise ausgewertet
werden, so dass Sie Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung und Ihre Werbung dafür dem
Markt anpassen können. Auch inhaltlich lässt sich ein E-Mail-Newsletter stärker
variieren als ein Werbebrief: Audio- und Videosequenzen, Verlinkungen und
Shop-Anbindung lassen den Newsletter in einem multimedialen Gewand erscheinen.
Auf der anderen Seite sind bei der Konzeption, bei der Gestaltung und beim
Versand auch einige Fallstricke verborgen. Der gravierendste Nachteil eines
E-Mail-Newsletters dürfte deren inflationärer Gebrauch, besonders durch
Spam-Mails sein. Überfüllte Postfächer und Dutzende Newsletter täglich machen es
schwer, noch positiv aufzufallen. Leser schauen heute sehr genau auf Absender
und Betreffzeile, um zu entscheiden, ob sie die Mail lesen oder ob diese sofort
unwideruflich in den Papierkorb landet. Ein weiteres Problem ist, erst einmal
zum Empfänger durchzukommen. Ausgeklügelte Anti-Spam-Barrieren verhindern häufig
die Ankunft beim Adressaten. Für Müll-Mails ist das sicher richtig, für Ihren
Newsletter nicht. Hier gib es allerdings Möglichkeiten, diese Klippen zu
umschiffen und in den sicheren Posteingangs-Hafen zu ankern. Nicht nur Spams
wirken rufschädigend. Auch viele selbstgestrickte, schlecht gemachte, kaum
durchdachte und nervige Newsletter belästigen den Kunden, statt ihn zu
informieren, zu unterhalten und echten Nutzwert zu bieten. Ebenfalls zu beachten
sind die rechtlichen Implikationen. Denn weder das Internet noch
E-Mail-Marketing befinden sich im rechtsfreien Raum. Ganz im Gegenteil:
Endverbraucher genießen hier immer größeren Schutz und schnell hat man sich als
E-Mail-Versender eine Abmahnung eingefangen. Und das kann schon beim ersten Mal
einen empfindlichen Image- und Geldschaden bedeuten. Mittlerweile haben sich
sogar Firmen darauf spezialisiert, E-Mail-Newsletter zu durchforsten, um
juristische Fehler zu finden, und so einige schnelle Euros zu verdienen. Deshalb
gilt auch hier: Nicht durch Irrtum lernen und diesen teuer bezahlen, sondern aus
den Fehlern anderer und diese nicht wiederholen.
Alles in allem lohnt es sich, E-Mail-Newsletter als ein Marketing-Instrument zum
Einsatz zu bringen, wenn vorher etwas Zeit und Energie in die Vorbereitung
investiert werden. Diese Serie soll Ihnen dabei helfen und Sie so schlau machen,
dass Sie selbst oder einer Ihrer Mitarbeiter eine E-Mail-Marketing-Kampagne
umsetzen kann oder dass Sie wissen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen
entsprechenden Dienstleister beauftragen. Zuerst wollen wir die rechtliche Seite
betrachten, dann über ein Konzept nachdenken, uns der Gestaltung und dem Texten
widmen, um schließlich den Versand und das Adressmanagement unter die Lupe zu
nehmen.
Richard Lamers, M.A.
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