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Die Macht der Bilder
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Die Macht der Bilder!
Der Weg über das Unterbewusstsein zur Entscheidung
Es könnte alles so einfach sein:
Sie verkaufen ein gutes Produkt von stabiler Qualität zu einem vernünftigen
Preis.
Sie können kurz und knapp 5 schlagkräftige Argumente auflisten, warum Ihr
Zielkunde sich genau jetzt für Ihr Produkt entscheiden muss.
Mit einer knackigen E-Mail oder einem persönlichen Anschreiben informieren Sie
Ihre Interessenten..... und landen mit dem allergrößten Teil Ihrer Bemühungen im
virtuellen oder materiellen Papierkorb.
Ups!
Wie kann das passieren?
Das kann passieren, weil der Mensch kein rationales Wesen ist!
Forscher der Max-Planck-Gesellschaft haben 2008 mit Hilfe der
Magnetresonanztomographie herausgefunden, dass Entscheidungen im
Unterbewusstsein bereits gefallen sind, BEVOR der Mensch bewusst seine Wahl
trifft. Auch wenn zusätzlich Faktoren wie „keine Zeit“ oder „das Thema ist jetzt
nicht wichtig“ sicher eine große Rolle spielen, so belegt diese Studie doch
eindrucksvoll, welch bedeutende Rolle das Unterbewusstsein spielt.
Das Unterbewusstsein liest jedoch nicht.
Das Unterbewusstsein ist dafür in der Lage, innerhalb von Sekundenbruchteilen
Bilder aufzunehmen, zu bewerten, zu verknüpfen und zu speichern.
Die Macht der Bilder wird besonders deutlich, wenn wir uns die – nicht verbotene
– unterschwellige Werbung ansehen: Hier wurden Bilder von Produkten in Kinofilme
reingeschnitten. Dabei waren die Bildsequenzen so kurz, dass sie nur unbewusst
wahrgenommen werden konnten. Nichtsdestotrotz kauften Testpersonen nach der
Vorführung in hoher Zahl genau jene Produkte, welche sie zuvor im Kinofilm
unbewusst gesehen hatten.
Verbinden Sie positive Emotionen über ein Bild mit Ihrem Text und Sie haben Ihre
Chancen auf eine positive Resonanz um ein Vielfaches erhöht.
Es ist allerdings nicht einfach, nun die richtigen Bilder auszuwählen:
Die dralle Blondine im roten Bikini mag ein hervorragender Eyecatcher sein und
90% der männlichen Zielgruppe zwischen 18 und 49 Jahren wird dieses Bild schnell
erfassen und mit dem Blick auch relativ lange dort verweilen. Es ist jedoch
fraglich, ob die Zielgruppe aber dann auch die „richtige“ Verknüpfung zwischen
diesem Bild und Ihrem Produkt herstellt. Dies gilt insbesondere, wenn Ihre
Werbebotschaft eigentlich Seriosität vermitteln soll...
Die Macht der Bilder im Unterbewusstsein zur Beeinflussung einer
Kaufentscheidung ist ein weites Feld der Forschung. Wer hier einen
allgemeingültigen Schlüssel findet, muss sich um seine Rente keine Sorgen
machen.
Einige Grundregeln haben sich aber schon herauskristallisiert:
Nutzen Sie Bilder. So sprechen Sie nicht nur den rationalen Menschen an,
sondern Sie appellieren gleichzeitig an die emotionale Ebene. Sie werden
schneller und nachhaltiger wahrgenommen.
Arbeiten Sie mit Symbolen. Das Unterbewusstsein reagiert nahezu
archetypisch auf die Urbilder im kollektiven Unterbewusstsein: So können Sie
z.B. mit Ihrem Bild durch eine Bedrohung Ängste hervorrufen und im Text die
Lösung bieten.
Weniger ist mehr. Bei der Nutzung einer Vielzahl von Bildern besteht die
Gefahr der Verwirrung oder gar Widersprüchlichkeit. Achten Sie auf eine klare
Botschaft, welche sich dann nach Möglichkeit wiederholt.
Fangen Sie im Kleinen an. Es heißt nicht umsonst „Schriftbild“. Nicht zu
jedem Brief passen Fotos oder reißerische Grafiken. Beachten Sie, dass Sie
bereits mit Absätzen und Fettschriften Strukturen schaffen und mit ein bisschen
Farbe Emotionen auslösen.
Erlauben Sie mir zum Schluss noch eine letzte Anregung zum Thema „Bilder“: Wenn
Sie sich der Macht der Bilder bewusst sind, dann können Sie Ihre Wirkung auch
durch das geschriebene Wort hervorrufen. Falls Sie ein männlicher Leser zwischen
18 und 49 Jahren sind, dann können Sie die Wirksamkeit der geschriebenen Bilder
daran messen, wie deutlich Sie die Blondine aus Absatz 5 gesehen haben...
Dipl.-Kff. Marion Frettlöh
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