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Web 2.0: Was ist das eigentlich?
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Thema Web 2.0, Teil 1
Web 2.0: Was ist das eigentlich?
Nach Web 1.0 kommt 2.0. Das dürfte klar sein. Doch was verbirgt sich
eigentlich hinter diesem Begriff? Und welchen Nutzen können kleine und
mittelgroße Unternehmen daraus ziehen? Oder ist das etwas, dass sich nur
Konzerne leisten müssen? Vielleicht reicht es aber auch, den Kopf
einzuziehen und abzuwarten, bis sich die Webwogen wieder gelegt haben.
Die neue Cebus-Artikelserie will diese und andere Fragen beantworten.
Um zu klären, was Web 2.0 ist, sollte man sich das alte Internet, also
Web 1.0 genauer anschauen. Dort findet man Homepages von Institutionen,
von Firmen und von Organisationen. Diese dienen der Selbstdarstellung
und sind kommunikativ eher eine Einbahnstraße. Auch wenn Gästebücher,
Newsletter und Foren bereits im Web 1.0 vorhanden waren; ein richtiges
Miteinander im besten demokratischen Sinne war das noch nicht. Erst die
technische Entwicklung der letzten Jahre mit einen enormen Verbreiterung
der Datenkanäle machte aus Einbahnstraßen Verkehrsnetze, die in allen
möglichen Richtungen funktionieren.
Der Begriff Web 2.0 tauchte erstmals im Dezember 2003 in einem
amerikanischen Computer-Magazin auf. Berühmt geworden ist der 2005
erschienene Artikel „What is Web 2.0?“ von Tim O’Reilly, der auch die
erste Web 2.0-Konferenz veranstaltet. O’Reilly nennt als
Schlüsselprinzipien zur Charakterisierung des Web 2.0: Das Web ersetzt
den lokalen Computer, Inhalte sind wichtiger als Gestaltung, jeder kann
mitmachen. Hinzu kommt der Open-Source-Gedanke: Systeme und Seiten
werden kollektiv entwickelt und stehen allen zur Verfügung.
Dem Grundgedanken des Austausches und des Teilens entsprechen
verschiedene Web 2.0-Anwendungen. Nicht alle davon sind
unternehmensrelevant. Diejenigen, die nutzenbringend eingesetzt werden
können, behandelt diese Serie. Dazu gehören Corporate Blogs. Mit
einfachen Mitteln kann so jeder Freiberufler und kleiner
Gewerbetreibende im Internet seine Gedanken und Angebote kommunizieren.
Kommentare sind dabei ausdrücklich erwünscht. Wer lieber spricht als
schreibt, sollte sich an einem Podcast versuchen. Das sind
Audio-Beiträge unterschiedlicher Länge, die jeder aus dem Internet
beziehen kann, im Idealfall als Abonnement. Wer noch einen Schritt
weitergeht veröffentlicht nicht nur Wort oder Ton sondern auch bewegte
Bilder. Kleine Videospots sind relativ einfach herzustellen und finden,
wenn sie gut gemacht sind, über Youtube und andere Kanäle schnell ein
Publikum. Doch Vorsicht: Wer sich die Internet-Öffentlichkeit begibt,
könnte auch darin umkommen. Das Netz verzeiht wenig und vergisst nie.
Also gilt hier, genauso wie bei klassischen Marketingmaßnahmen, vor der
Aktion steht die Konzeption. Das gilt auch für PR-Aktivitäten im
Internet. Denn dank zahlloser Presseportale ist die Distribution von
Presseinformationen kein Problem mehr. Teilweise gelten hier die
gleichen Spielregeln wie bei der klassischen Pressearbeit, teilweise
aber auch andere. Wer es mit den Kundenwünschen wirklich Ernst nimmt,
produziert nicht nur selbst und lässt kommentieren, sondern er errichtet
eine Soziale Plattform. Mit deren Hilfe können Kunden, Lieferanten und
Geschäftspartner sich direkt austauschen. Doch gerade hier gilt es die
Gradwanderung zwischen Erwünschtem und Erlaubten genau auszutarieren.
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